Volkswagen Ideenmanagement hebt Höchstprämie für Verbesserungsideen auf 75.000 Euro an

6.2.2019. Volkswagen hat mit einer neuen Betriebsvereinbarung das Ideenmanagement modernisiert. Die neue Regelung gilt seit dem 1. Februar und kommt bei den Beschäftigten sehr gut an: Bereits in den ersten Tagen nach Inkrafttreten reichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volkswagen AG mehr als 750 Verbesserungsideen ein. Zudem wurden die Prämien heraufgesetzt, die Höchstprämie steigt um nahezu 50 Prozent auf 75.000 Euro.

Volkswagen Personalvorstand Gunnar Kilian: „Wir wissen, dass viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gute Ideen haben. Sie helfen damit, Volkswagen effizient und zukunftsfest aufzustellen. Als attraktiver Arbeitgeber ist es uns wichtig, dass unsere Beschäftigten ihre Vorschläge unkomplizierter einbringen können. Die starke Resonanz seit dem Neustart Anfang Februar zeigt: Das ist gelungen.“

Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh betont: „Das Ideenmanagement ist bei Volkswagen seit 70 Jahren ein wichtiges Instrument. Die Anhebung der Höchstprämie ist ein gutes Signal an unsere engagierten Kolleginnen und Kollegen, dass es auch künftig auf ihre Ideen ankommt. Denn die besten Experten im Unternehmen sind die Kolleginnen und Kollegen an ihren Arbeitsplätzen.“

Die zwischen Unternehmen und Betriebsrat geschlossene Betriebsvereinbarung definiert die Rolle von Vorgesetzten neu und setzt die Prämienhöhen herauf. So steigt die Höchstprämie um nahezu 50 Prozent von bisher rund 51.000 auf jetzt 75.000 Euro. Zugleich vereinfacht ein neues IT-System die Online-Eingabe der Verbesserungsideen. Vorgesetzte und Gutachter können die Ideen in einem benutzerfreundlichen System prüfen und bearbeiten.

Thorsten Janotta, Leiter des Ideenmanagements, sagt: „Mitarbeiter können jetzt leichter nachverfolgen, in welchem Status sich ihre eingereichte Idee befindet. Wir haben Ideenabgabe und -beurteilung deutlich einfacher, transparenter, sicherer und auch schneller gemacht.“ Mario Kurznack-Bodner, Vorsitzender des Ausschusses Ideenmanagement des Gesamtbetriebsrats, sagt: „Ein gut funktionierendes Ideenmanagement ist nicht nur ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Es nützt auch Belegschaft und Unternehmen: Die Kolleginnen und Kollegen können Abläufe verbessern und dafür Prämien erhalten, und das Unternehmen kann durch die Verbesserungen Geld sparen.“

Im neuen Verfahren prüft das Ideenmanagement gleich bei der Eingangskontrolle, ob die Idee den Kriterien der Betriebsvereinbarung entspricht. Die Vorgesetzten der Ideengeber bewerten sie mit Blick auf die Wirkung für den eigenen Fachbereich. Sie haben damit auch stärker als bisher Einfluss auf die Prämienhöhe. Die Beschäftigten können die Idee sowohl vom dienstlichen Rechner als auch extern von privaten Endgeräten einreichen. Der Zugang erfolgt über das Self Service Tool des Personalwesens.

Jahr für Jahr reicht etwa ein Drittel der Beschäftigten der Volkswagen AG Verbesserungsideen ein. Allein 2018 lag die Zahl der eingereichten Ideen bei mehr als 42.000. Die Prämien summierten sich in den vergangenen Jahren – abhängig von den eingereichten Ideen – im Schnitt auf jährlich rund 23 Millionen Euro.