Volkswagen gedenkt der Opfer des Holocaust

27.1.2021. Volkswagen hat am heutigen Holocaust-Gedenktag mit einer stillen Kranzniederlegung im Werk Wolfsburg der Opfer der Nationalsozialismus gedacht.

Den aktuellen Umständen und Regelungen entsprechend haben Vorstandsvorsitzender Herbert Diess, Personalvorstand Gunnar Kilian, Werkleiter Rainer Fessel und Betriebsratskoordinator Ulf Günther stellvertretend für die Belegschaft einen Kranz am Gedenkstein in der Südstraße im Werk Wolfsburg niedergelegt.

Am Internationalen Holocaust-Gedenktag legten der Vorstands-vorsitzende von Volkswagen Herbert Diess, Personalvorstand Gunnar Kilian, Werkleiter Rainer Fessel sowie Betriebsratskoordinator Ulf Günther stellvertretend für die Belegschaft einen Kranz am Gedenkstein im Werk Wolfsburg nieder. In den vergangenen Jahren folgten viele Volkswagen Mitarbeiter regelmäßig dieser Tradition, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Der Tag ist zu einem festen Bestandteil der Erinnerungsarbeit von Volkswagen geworden. Daran hält das Unternehmen auch in der von Corona geprägten Situation fest, obwohl die traditionelle Veranstaltung im Konzernarchiv aufgrund der Pandemie nicht stattfinden kann.

Personalvorstand Gunnar Kilian betont: „Volkswagen bemüht sich seit Jahren, die eigene Geschichte gründlich aufzuarbeiten. Als global agierendes Unternehmen tragen wir eine besondere Verantwortung, die wir sehr ernst nehmen. Nicht zuletzt mit unserer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Internationalen Auschwitz Komitee wollen wir dafür sorgen, dass die Gräueltaten der Nationalsozialisten niemals in Vergessenheit geraten. Das ist der Auftrag, den wir aus den Gesprächen, die wir mit Überlebenden des Holocaust führen durften, mitnehmen. Aus Geschichte zu lernen, verstehen wir als wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur.“

Betriebsratskoordinator Ulf Günther sagt: „Erinnerung und Verantwortung werden wir bei Volkswagen weiter wachhalten, aber vor allem auch aktiv weitergeben. Unsere Projekte in Auschwitz mit Auszubildenden, Meisterinnen und Meistern sowie unserem Management sind nur ein Beispiel dafür. Es wird keinen Schlussstrich geben. Dafür machen wir uns bei Volkswagen stark – heute und in Zukunft.“

Erinnerungskultur gehört zur DNA von Volkswagen

Seit vielen Jahren betreibt Volkswagen eine kontinuierliche Erinnerungsarbeit. Seit 33 Jahren arbeitet das Unternehmen mit dem Internationalen Auschwitz Komitee (IAK) zusammen. Jedes Jahr begeben sich Auszubildende des Konzerns nach Auschwitz, um dort an der Erhaltung der Gedenkstätte aktiv mitzuwirken und über die Geschichte zu lernen. 2018 hat Volkswagen zudem die Zusammenarbeit mit der Anti-Defamation League (ADL) aufgenommen. Gemeinsam mit der ADL arbeitet das Unternehmen an Konzepten, die die Lehren aus der Vergangenheit in die Gegenwart des unternehmerischen Denkens und Handelns tragen.

Dialog der Generationen zum Holocaust

Dieses Jahr konnte Volkswagen mit Hilfe des IAK und der ADL zwei Gesprächspartner gewinnen, die sich aus ihrer jeweiligen Perspektive dazu ausgetauscht haben, wie man aus Geschichte lernen sollte. Marian Turski überlebte das KZ Auschwitz, war später als Journalist tätig und ist bis heute ein wichtiger Vertreter jüdischer Erinnerungsarbeit. Dalia Grinfeld ist stellvertretende Direktorin für Europäische Angelegenheiten bei der ADL. Sie bezeichnet sich selbst als „jüdische Aktivistin“ und ist eine herausragende Vertreterin des jungen jüdischen Lebens in Europa. Entstanden ist ein spannender Dialog zwischen den Generationen mit wichtigen Botschaften.

Schweigeminute am Gedenkstein (v.l.n.r.) Ulf Günther, Dieter Landenberger, Gunnar Kilian, Rainer Fessel und Herbert Diess (Quelle: Volkswagen AG)