„Städtepartnerschaften sind die größte Friedensbewegung unserer Zeit“

27.7.2022 Memmingen. Oberbürgermeister Schilder und Bürgermeister Laprébende bekräftigen Partnerschaft von Memmingen und dem französischen Auch.

Mit einem Festakt im Kreuzherrnsaal bekräftigten Oberbürgermeister Manfred Schilder und Bürgermeister Christian Laprébende die seit über 30 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Memmingen und Auch.

„Die Freundschaft und gute Zusammenarbeit unserer beiden Völker ist Grundlage für den Frieden, die freiheitliche Wertegemeinschaft und den Wohlstand in Europa. Wir müssen sie deshalb mit unserer Partnerschaft unterstützen, pflegen und ausbauen; denn Städtepartnerschaften sind die größte Friedensbewegung unserer Zeit“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder. Gemeinsam mit Bürgermeister Laprébende aus Auch unterzeichnete er Urkunden zur Bekräftigung der Städtepartnerschaft. Eine Abordnung der Musketiere, die mit Auch in enger Verbindung stehen, begrüßte die Ehrengäste vor dem Kreuzherrnkloster.

Sie bekräftigen die bereits über drei Jahrzehnte währende Städtepartnerschaft Memmingen-Auch (v.l.): Oberbürgermeister Manfred Schilder und Bürgermeister Christian Laprébende. (Foto: Alexandra Wehr/Pressestelle Stadt Memmingen)

Am 26. Mai 1990 wurde in Auch die offizielle Partnerschaft zwischen der französischen Stadt Auch und der Stadt Memmingen von Bürgermeister Dr. Jean Laborde und Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger unterzeichnet, rief Oberbürgermeister Schilder in Erinnerung. Ein Jahr später folgte die Unterzeichnung im Rathaus in Memmingen.

„Die freundschaftlichen Bande reichen aber viel weiter zurück. Bereits vor über 40 Jahren wurden nämlich die ersten Kontakte im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen dem Oratoire in Auch und dem Bernhard-Strigel-Gymnasium in Memmingen geknüpft.“

Aus Schülerbegegnungen wuchs über die Jahre eine Städtepartnerschaft. „Unsere Städtepartnerschaft ist deshalb lebendig, weil sie auf vielfältigen persönlichen Verbindungen der Bürger von Auch und Memmingen beruhen. Hier gilt mein besonderer Dank für über 30 Jahre aktiven Einsatz dem „Freundeskreis Memmingen-Auch“ und der Association Auch-Memmingen“, brachte OB Schilder zum Ausdruck.

Dem Dank schloss sich auch Bürgermeister Christian Laprébende an. Gerade mit Blick auf den Krieg an den Grenzen Europas hätten die deutsch-französischen Beziehungen einen unschätzbaren, vorbildlichen Wert, betonte Bürgermeister Laprébende. „Unsere Städtepartnerschaft ist ein Zeugnis dafür. Im Rahmen unseres Austauschs haben wir uns stets von humanistischen Werten inspirieren lassen. Es sind diese Werte, die wir gemeinsam weiter fördern müssen.“ Es sei wichtig, den Weg der Städtepartnerschaft, der vor 32 Jahren begonnen wurde, fortzusetzen. „Dieses Europa der Völker, das wir uns wünschen, führt durch Memmingen und Auch“, bekräftigte der Bürgermeister.

Chantal Nocent, mit Christophe Jiminez Vorsitzende der Association Auch-Memmingen, erinnerte an viele Freundschaften und Begegnungen zwischen Auch und Memmingen in den vergangenen Jahrzehnten. An die Schüleraustausche, Praktikanten aus Memmingen in Auch, an die schönen Tanzaufführungen der Tanzgruppen von Birgit Reuter aus Memmingen und Pascale Pellier aus Auch. „Ich wünsche mir, dass alle diese jungen Bayern und Gascogner den Fortbestand unserer Partnerschaft sichern werden“, betonte Chantal Nocent.

Roland Gromer, mit Geneviève Titze Vorsitzende des deutsch-französischen Freundeskreises in Memmingen, betonte die Wichtigkeit, gerade junge Menschen für die Idee der Städtepartnerschaft zu begeistern. „Manche jungen Leute mögen es heute spannender finden, für eine Weile nach Singapur zu gehen oder nach São Paolo – warum denn auch nicht, könnte man ihnen zurufen: Ergreift Eure Möglichkeiten, trefft einander dort und entdeckt, wie sehr Ihr Euch in der Ferne gemeinsam als Europäer fühlt! Seht, was Ihr an Europa habt: Das friedliche und tolerante Miteinander unterschiedlicher Nationen, unterschiedlicher Kulturen, Lebensweisen, seht die persönliche Freiheit an, das Streben nach sozialem Ausgleich, die vielen Möglichkeiten der Teilhabe an der Demokratie!“