Neue Lichtsysteme von Ford

17.7.2015 Köln/Aachen (ots) –

– Ford entwickelt fortschrittliche Licht-Technologien, mit denen Autofahrer potenzielle Gefahrenmomente bei Dunkelheit früher wahrnehmen können

– Hochmodernes, kamerabasiertes Frontlichtsystem erkennt Kreuzungen und Kreisverkehre an der Beschilderung und erweitet entsprechend den Leuchtkegel

– Verknüpfung mit Informationen des GPS-Systems und der Frontkamera ermöglicht das Abspeichern häufig befahrener Straßen zugunsten einer optimierten Ausleuchtung

– Spotlicht-Technologie setzt Infrarotkamera ein, um Fußgänger, Radfahrer und größere Tiere am Fahrbahnrand frühzeitig zu erkennen

– System kann bis zu acht Risikoquellen zeitgleich identifizieren, die beiden vorrangigen Gefahrenherde werden mit einem Lichtspot markiert und auf einem Monitor angezeigt

Speziell auf unbeleuchteten Straßen ist Autofahren bei Nacht für viele Menschen unangenehm. Ford entwickelt neue Licht-Technologien, mit denen potenzielle Gefahrenstellen und -quellen wie etwa Fußgänger, Radfahrer und Tiere auf der Fahrbahn noch leichter und frühzeitiger erkannt werden können. Das fortentwickelte, kamerabasierte Frontlichtsystem steht kurz vor seiner Serienreife, während sich die hochmoderne Spotlicht-Technologie noch in einer frühen Phase der Entwicklung befindet.

„Praktisch jeder Autofahrer, der öfter bei Dunkelheit unterwegs ist, musste schon einmal einem Menschen, einem Tier oder einem Hindernis ausweichen, das plötzlich vor seinem Auto auftauchte – wie aus dem Nichts“, erläutert Ken Washington, als Vizepräsident der Ford Motor Company zuständig für den Bereich Forschung und Vorausentwicklung. „Das hochmoderne, kamerabasierte Frontlichtsystem und die neue Spotlicht-Funktion stellen sicher, dass der Fahrer schneller auf Menschen oder Tiere aufmerksam wird, die eine Gefahr darstellen könnten“.

Das kamerabasierte Frontlicht-System

Die nächste Generation des kamerabasierten Frontlichtsystems wird derzeit im europäischen Ford Forschungszentrum Aachen (FFA) entwickelt. Diese Technologie basiert auf dem Adaptiven Frontlicht und der Verkehrszeichenerkennung – beides sind wegweisende Assistenz-Systeme, die Ford bereits heute für viele seiner Serienmodelle anbietet. Neu ist: Die Elektronik greift auf GPS-Daten des Navigationssystems zu und öffnet zum Beispiel beim Heranfahren an Kreuzungen, Kreisverkehre und Vorfahrtsstraßen frühzeitig den Lichtkegel. Hindernisse, die sich (noch) nicht unmittelbar vor dem Fahrzeug befinden, können auf diese Weise viel eher erkannt werden. Auch Kuppen und Senken oder andere straßenspezifische Besonderheiten gehen in die Berechnung der Ausleuchtung ein.

Stehen keine GPS-Informationen zur Verfügung, bedient sich das hochmoderne Lichtsystem der Frontkamera im Fuß des Rückspiegels. Anhand dieser Daten passt es den Lichtkegel den Fahrbahnmarkierungen entsprechend an beziehungsweise prognostiziert den weiteren Straßenverlauf. In der nächsten Evolutionsstufe kann sich das System sogar die Ausleuchtung häufig befahrener Strecken merken und gemeinsam mit den Navigationsdaten wieder abrufen. Dies führt automatisch zu einer nochmals optimierten Licht-Performance.

Die Spotlicht-Technologie

Die neue Spotlicht-Technologie von Ford – sie befindet sich noch in einer frühen Phase der Entwicklung – erkennt zeitgleich bis zu acht Menschen oder größere Tiere, die sich in einer Entfernung von bis zu 120 Metern auf oder direkt neben der Fahrbahn aufhalten. Zwei von ihnen können über zwei spezielle LED-Leuchten, die sich neben den Nebelscheinwerfern befinden, mit einem Lichtpunkt markiert werden. Zusätzlich läuft ein Lichtstreifen über die Straßenoberfläche auf das oder die Objekte zu, die darüber hinaus – je nach Gefahrenstufe gelb oder rot eingerahmt – auch auf dem zentralen Display als Warnung abtauchen.

„Das verbesserte, kamerabasierte Frontlichtsystem erleichtert speziell auf fremden Straßen das Fahren bei Nacht, verdeckte Gefahrenstellen werden früher erkannt“, erläutert Michael Koherr, Entwicklungsingenieur für Lichtsysteme bei Ford Europa. „In einem Kreisverkehr zum Beispiel kann die Ausfahrt eher gesehen werden – ebenso wie Fußgänger oder Radfahrer, die dort die Fahrbahn überqueren wollen. Die Spotlicht-Technologie wiederum weist den Fahrer frühzeitig auf potenzielle Gefahrenmomente hin – ganz gleich, ob sie von einem Fußgänger, Radfahrer oder größeren Tier ausgehen“.

Verkehrssicherheitsstudien(1) belegen, dass auf unbeleuchteten Straßen das Risiko von Unfällen mit Personenschaden und Todesopfern signifikant höher ist. Ford zählt in puncto Lichtsysteme zu den Technologienführern unter den Automobilherstellern. Bereits heute stehen für die Serienmodelle der Marke unter anderem folgende Systeme zur Verfügung:

– Adaptive LED-Scheinwerfer – sie vereinen das helle, natürliche
und klare Licht der LED-Scheinwerfer mit den Vorteilen des
Adaptiven Frontlichtsystems von Ford. Dabei passen die
Scheinwerfer den Leuchtwinkel und die Intensität in sieben
vordefinierten Stufen der jeweiligen Verkehrssituation und dem
Restlicht sowie dem Lenkwinkel, der Geschwindigkeit und dem
Abstand zum Vordermann an. Auch aktivierte Scheibenwischer
werden berücksichtigt.

– LED-Scheinwerfer mit blendfreiem Fernlicht – über die
Frontkamera werden vorausfahrende oder entgegenkommende
Fahrzeuge erkannt und durch eine Maske automatisch aus dem
Fernlichtkegel ausgeschnitten. Vorteil: Die volle
Fahrbahnausleuchtung bleibt erhalten, ohne andere
Verkehrsteilnehmer zu blenden.

– Fernlicht-Assistent – auch dieses System erkennt vorausfahrende
oder entgegenkommende Fahrzeuge und wechselt automatisch von
Fern- auf Abblendlicht und wieder zurück.