Konzeptfahrzeuge von PEUGEOT

17.4.2020 Rüsselsheim am Main. Konzeptfahrzeuge nehmen bei PEUGEOT eine wichtige Bedeutung ein. Sie sollen für die Serienmodelle Pionierarbeit leisten, kreative Wege einschlagen und einen Vorgeschmack auf die Zukunft der Mobilität geben.

Erstes Konzept der Löwenmarke wurde im Jahr 1984 präsentiert

Die erste Studie von PEUGEOT, der PEUGEOT QUASAR, stammt aus dem Jahr 1984. Die Ingenieure und Designer erhielten damals erstmals die Möglichkeit, ein völlig neues Fahrzeug außerhalb der industriellen Zwänge zu erschaffen. Gérard Welter, der von 1998 bis 2007 Chefdesigner der Marke war, entwarf die Karosserie nach einer Skizze von Eric Berthet. Das für die damalige Zeit futuristische Interieur wurde von Paul Bracq entworfen. Bei dem Fahrgestell und dem Motor bedienten sich die Entwickler beim legendären PEUGEOT 205 Turbo 16. Der Antrieb wurde jedoch auf 600 PS erhöht.

Die nachfolgenden Studien waren eng mit der Welt des Motorsports verknüpft. Auf dem „Festival of Speed“ im englischen Goodwood stellte die Löwenmarke den PEUGEOT PROXIMA vor, der von einem 680 PS starken Bi-Turbo-V6-Motor angetrieben wurde. Mit einem ähnlichen Motor erreichte der PEUGEOT OXYA im Jahr 1988 auf der italienischen Teststrecke Pista di Nardò 350 km/h.

Im Jahr 2010 läutet der neue Chefdesigner Gilles Vidal mit dem Konzept PEUGEOT SR1 eine neue Ära der Designsprache bei PEUGEOT ein. Zwei Jahre später entwarf die Marke mit dem PEUGEOT ONYX das erste Konzeptfahrzeug, bei dem Rohstoffe wie Kupfer oder die neue Position des Löwenemblems in der Mitte des Kühlergrills zum Einsatz kamen. Weitere Studien waren der PEUGEOT 308 R HYBRID und der 508 PEUGEOT Sport Engineered. Letztgenannter bildet den Vorreiter für ein kommendes Serienmodell, wie es bereits beim PEUGEOT RCZ Concept der Fall war.

Entstehung eines Konzeptautos

Als Inspiration suchen die Designerinnen und Designer von PEUGEOT nach aufkommenden Trends in Bereichen wie Architektur, Mode, Kunst oder Mobilität. So werden neue Bedürfnisse direkt in den Fahrzeugen antizipiert. Das Ergebnis spiegelt sich sowohl im Außen- und Innendesign wider, sowie in der Auswahl der Farben, Materialien oder Grafiken.

Sobald eine Grundidee feststeht, reichen die Designerinnen und Designer ihre Vorschläge für das neue Concept Car ein. Nach einem langen Entscheidungsprozess wird das Gewinnerkonzept aufwendig im Maßstab 1:1 mit allen Details erstellt und die Farbe für die Studie definiert. Anschließend werden die Einzelteile von den Bereichen Modellierung und Herstellung angefertigt.

Eine der größten Herausforderungen beim Bau eines Konzeptautos ist die zeitliche Beschränkung. Sehr oft stellt die Studie ein Highlight auf einer Messe dar und muss daher pünktlich fertig werden. So entsteht in weniger als einem Jahr aus Skizzen ein fertiges, funktionierendes Fahrzeug. Auch wenn heute Virtual-Reality-Helme oder die C.A.V.E (Cave Automatic Virtual Environment) den Designern ihre Arbeit erheblich vereinfachen, wird der letzte Schliff immer am physischen Objekt vorgenommen.

Konzeptfahrzeuge bieten auch die Möglichkeit, Partnerschaften mit anderen Unternehmen oder Handwerkern einzugehen, die auf ihrem Gebiet führend sind. Zum Beispiel wurde für den PEUGEOT EXALT ein maßgeschneiderter Duft kreiert. Die Innenausstattung aus Paldao-Holz des PEUGEOT e-LEGEND wurde von der Kunstwerkstatt HERVET gestaltet. Auch kooperierte PEUGEOT mit internationalen Branchenführern: Der PEUGEOT INSTINCT entstand durch eine Mitarbeit von SAMSUNG, während FOCAL für die Konzepte Le Bistrot du Lion und PEUGEOT FRACTAL die Soundanlage mitentwickelte.

Ideenschmiede

Konzeptfahrzeuge spielten auch bei der Höherpositionierung der Marke PEUGEOT eine wichtige Rolle. Sie leisteten und leisten Pionierarbeit in Technik und Design, die in späteren Serienmodellen folgen. Nachstehend einige Beispiele, die dies belegen.

PEUGEOT TOUAREG: Dieses kleine Konzeptauto mit dem Aussehen eines Buggys wurde im Jahr 1996 vorgestellt und von einem Elektromotor mit Batterien angetrieben. So erreichte er eine Laufzeit von vier Stunden. Ein kleiner Verbrennungsmotor fungierte zudem als Generator und vergrößerte so die Reichweite: Der „Range Extender“ war geboren.

PEUGEOT MOONSTER & PEUGEOT 4002: Die Ideen zu diesen beiden Studien stammten aus zwei internationalen Designwettbewerben, die PEUGEOT als erster Automobilhersteller in den Jahren 2000 und 2002 ausrief. Aus den siegreichen Entwürfen baute PEUGEOT echte Fahrzeug.

PEUGEOT SESAME: Dieses Konzeptfahrzeug zeichnete sich durch eine hohe Bodenfreiheit und elektrischen Schiebetüren für einen sehr angenehmen Einstieg aus – damit legte es den Grundstein für die Entwicklung des PEUGEOT 1007.

PEUGEOT EX1: Im 200sten Jubiläumsjahr der Marke brach der zu 100 Prozent elektrische PEUGEOT EX1 drei Beschleunigungsweltrekorde. Unter anderem auf der legendären Rennstrecke von Montlhery in Frankreich, wo der PEUGEOT 404 Diesel im Jahr 1965 bereits mehrere Ausdauerrekorde gebrochen hatte.

PEUGEOT SR1: Der PEUGEOT SR1 führte im Jahr 2010 die neue Design-DNA der Löwenmarke ein. So zeigen sich die Flanken des Serienmodells PEUGEOT 208 der ersten Generation von der Studie inspiriert. Auch war der PEUGEOT SR1 das erste Modell, das das PEUGEOT i-Cockpit® vorstellte.

PEUGEOT ONYX: Die Karosserie des Konzeptfahrzeugs wurde aus Kohlefaser und reinem Kupfer gefertigt und ist bewusst roh gehalten. Der Innenraum besteht aus einem innovativen und ökologischen Material namens „Newspaper Wood“, das aus Zeitungen hergestellt wird. Der PEUGEOT Onyx hat einen V8 HDi Hybrid4 Antrieb mit 600 PS (+ 80 PS elektrischer Schub), der von PEUGEOT Sport hergestellt und für den PEUGEOT 908 entwickelt wurde.

PEUGEOT EXALT: Die Silhouette und das Armaturenbrett der Studie finden sich bei der neuen Coupé-Limousine PEUGEOT 508 wieder. Bei der Kombivariante PEUGEOT 508 SW verwendete die Löwenmarke das hölzerne Kofferraumfutter des PEUGEOT EXALT für die limitierte First-Edition-Version. Der gesprenkelte Sitzbezug mit „Tennisstreifen“ der Studie inspirierte die Polsterung des neuesten PEUGEOT 3008.

PEUGEOT QUARTZ: Das Armaturenbrett dieses Konzeptautos wurde beim neuen PEUGEOT 3008 verwendet. Das im PEUGEOT QUARTZ entwickelte 3D-Kombiinstrument ist jetzt beim neuen PEUGEOT 208 erhältlich, ebenso sein markanter Kühlergrill.

PEUGEOT FRACTAL: 80 Prozent dieser Studie stammen aus dem 3D-Drucker. Außerdem entwickelte PEUGEOT mit FOCAL eine 9.1.2-Soundanlage für ein außergewöhnliches Klangerlebnis.

PEUGEOT INSTINCT: Die „Shooting Brake“-Silhouette der Studie beeinflusste den neuen PEUGEOT 508 SW. Zum ersten Mal in der Geschichte von PEUGEOT wurde eine Studie nicht auf einer internationalen Automobilausstellung vorgestellt, sondern auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona.

PEUGEOT e-LEGEND: Der PEUGEOT e-LEGEND ist die Zukunftsversion der Löwenmarke, die Fahrspaß, ein markantes Design und autonomes Fahren zusammenbringt. Sie ist radikal modern und gleichzeitig absolut realistisch.

PEUGEOT EXALT (Quelle: PEUGEOT)