Bayerischer Jagdverband fährt elektrisch: Nissan stellt Ladesäule und e-NV200

6.10.2016. Am „Haus der bayerischen Jäger“ in Feldkirchen kann ab sofort elektrisch getankt werden. Der japanische Automobilhersteller Nissan stellt dem Bayerischen Jagdverband eine Schnellladestation und darüber hinaus den vollelektrischen Nissan e-NV200 für ein Jahr zur Verfügung. Damit übernehmen die bayerischen Jäger eine Vorreiterrolle: Sie sind der erste jagdliche Naturschutzverband, der elektrisch unterwegs ist. Am 29. September hat Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz (MdL) und selbst Jägerin, die Ladesäule feierlich in Betrieb genommen.

Den jüngst mit dem Deutschen Nutzfahrzeugpreis 2016 ausgezeichneten Nissan e-NV200 nutzt der Jagdverband in der Fünfsitzer-Kombi-Variante ein Jahr lang für Dienstfahrten insbesondere in die Münchner Innenstadt. Das Elektrofahrzeug verbindet die funktionalen Eigenschaften des konventionell angetriebenen NV200 mit dem bewährten Null-Emissions-Antrieb aus dem Nissan Leaf, dem ersten in Serie gebauten und meistverkauften Elektroauto der Welt, das seit seinem Marktstart im Dezember 2010 bereits 230.000 Mal in Kundenhand wechselte. Sollte sich der Jagverband im Anschluss für die Übernahme des Stromers entscheiden, profitiert er von der jüngst eingeführten Fünfjahresgarantie*. An der neuen Dual DC-Schnell-Ladestation kann der 80 kW (109 PS) starke e-NV200 in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden und ist dann völlig lautlos und ohne jeglichen Ausstoß umweltbelastender CO2-Emissionen unterwegs. Die maximale Reichweite beträgt 170 Kilometer.

Die zur Einweihung angereisten Gäste konnten die beiden erfolgreichen Nissan EV gleich vor Ort testen. Der 2011 zum „Car of the Year“ gekrönte Leaf stand in der neuen Variante mit einer 30 kWh großen Batterie bereit. Mit dem stärkeren Akku steigt die Reichweite des in Großbritannien gefertigten Familienwagens auf 250 Kilometer. Ein Europäer ist auch der e-NV200: Seit 2014 läuft er in Barcelona vom Band.

Im vergangenen Jahr konnte sich der Nissan e-NV200 gegen namhafte Hersteller durchsetzen und gewann den Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität. „Im Zuge der Preisverleihung haben wir ein Versprechen abgegeben, das wir nun mit der Ladestation und der Übergabe des e-NV200 an den Bayerischen Jagdverband einlösen“, berichtet Alexander Utler, Regionalleiter Vertrieb Nissan Bayern. „Vielleicht ein kleiner, aber symbolisch wichtiger Schritt, um die Elektromobilität in Bayern weiter voranzubringen.“

Beim Kauf eines Nissan Stromers sparen Kunden dank der staatlichen Elektroförderung derzeit 5.000 Euro. Der Nissan Leaf als reichweitenstärkstes, förderungsfähigstes E-Fahrzeug ist damit zu Preisen ab 18.365 Euro (zzgl. Batteriemiete) erhältlich.

Nissan hat in Hinblick auf die gesamtgesellschaftlichen Ziele bei Klimaschutz und Luftqualität schon früh die Notwendigkeit der Elektromobilität erkannt und bis heute vier Milliarden Euro in die Technologie investiert. Um die Vorteile alternativer Antriebstechnik zu nutzen und sie weiter voranzutreiben, setzt Nissan über die Fahrzeugentwicklung hinaus auf verschiedene Initiativen:

Nissan hat gemeinsam mit dem Energie-Unternehmen Eaton aus alten Batterien von Elektroautos einen Energiespeicher entwickelt. Das zweite Leben der Lithium-Ionen-Akkus reduziert die ökologischen Auswirkungen über das Fahrzeugleben hinaus. Mit der sogenannten „X-Storage“-Lösung, die seit September 2016 vorbestellt werden kann, steuern Kunden selbst, wie und wann sie Energie in ihren eigenen vier Wänden nutzen wollen.

In Zusammenarbeit mit Enel, dem zweitgrößten europäischen Energiekonzern, entwickelte Nissan ein innovatives „Vehicle-to-Grid (V2G)“-System, das Elektroautos in mobile Energieversorger verwandelt. Nutzer können Energie speichern und bei Bedarf an das öffentliche Stromnetz abgeben, um Lastspitzen auszugleichen und eine zusätzliche Einnahmemöglichkeit zu generieren. In Großbritannien soll noch in diesem Jahr ein großangelegter „Vehicle-to-Grid“-Feldversuch mit 100 V2G-Einheiten beginnen.

Nissan treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos weiter voran und beteiligt sich unter anderem am „Fast-E Projekt“ der EU, das bis zum Jahresende insgesamt 241 Schnellladestationen an wichtigen Autobahnen in Deutschland aufstellen will. In Deutschland können Fahrer ihr Elektroauto unabhängig vom Fabrikat bei allen teilnehmenden Nissan Händlern kostenlos laden.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen verbessert Nissan auch sukzessive seinen ökologischen Fußabdruck: In den vergangenen zehn Jahren konnte so der CO2-Ausstoß des Unternehmens um weltweit 22,4 Prozent gesenkt werden. Mit der kontinuierlichen Reduzierung der Emissionen, der Vorreiterrolle bei emissionsfreien Autos und Energieeinsparungen in seinen Werken ist Nissan laut dem „Carbon Disclosure Project“ das erfolgreichste Unternehmen in der Automobilindustrie in Sachen CO2-Verringerung. Die Non-Profit-Organisation arbeitet mit zahlreichen Unternehmen zusammen, um den Klimawandel anzugehen.

* Die fünfjährige Neufahrzeuggarantie (oder 100.000 Kilometer) setzt sich zusammen aus drei Jahren Herstellergarantie und zwei Jahren kostenloser Anschlussgarantie.

Nissan e-NV200 Kombi / 80 kW (109 PS); Gesamtverbrauch kombiniert (kW/100 km): 16,5; CO2-Emissionen kombiniert (g/km): 0, Effizienzklasse: A+ (Werte nach Messverfahren UN/ECE 101 und VO(EG)715/2007).

Nissan Leaf 24 kW/30 kW / 80 kW (109 PS): Gesamtverbrauch (kW/100 km): 15; CO2-Emissionen kombiniert (g/km): 0,

(Werte nach Messverfahren VO(EG)715/2007)