Auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren

15.2.2019 Stuttgart. Nachhaltigkeit ist eines der Grundprinzipien der Unternehmensstrategie der Daimler AG und zugleich ein Maßstab für deren unternehmerischen Erfolg. Das Engagement betrifft nicht nur die Produkte, sondern den gesamten Wertschöpfungsprozess.

Deshalb setzt sich das Unternehmen auch für Themen wie die Nachhaltigkeit der Lieferketten, Umweltschutz in den Werken oder den verantwortungsvollen Umgang mit Daten ein. Ein ganz zentraler Bestandteil ist und bleibt für Daimler der „Weg zum emissionsfreien Fahren“ und damit verbunden die konsequente Elektrifizierung der Fahrzeuge in der gesamten Flotte.

„Unser klares Ziel ist es, die Emissionen jedes Fahrzeugs von Mercedes-Benz Cars nachhaltig zu senken. Eine konkrete Maßnahme ist dabei die sukzessive Elektrifizierung des gesamten Portfolios”, sagt Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Damit werden wir auch in Zukunft unseren Kunden attraktive und individuelle Mobilitätsangebote machen und so den Anteil elektrischer Fahrzeuge an unserem Gesamtabsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen.“

Dazu verfolgt das Unternehmen derzeit eine dreispurige Antriebsstrategie: Es setzt auf die Kombination aus hocheffizienten Hightech-Verbrennungs­motoren, zahlreichen Hybrid-Modellen und Elektroantrieben mit Batterie oder Brennstoffzelle. Das Ziel: Fahrzeuge zu bauen, die für Kunden attraktiv sind, und zugleich die ambitionierten und gesetzlich vorgegebenen Nachhaltigkeits­ziele zu erreichen.

Eine der Herausforderungen ist die weltweit unterschiedliche Emissionsgesetz­gebung, die auch unterschiedliche Testverfahren nach sich zieht. Aktuelles Beispiel in der Europäischen Union: das neue Testverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure).

Kaum ist das realitätsnähere WLTP-Testverfahren eingeführt, schon gibt es dort zu Jahresbeginn 2019 Neuerungen. Unter anderem ist das Messverfahren bei den Emissionen, die bei der Verdunstung von Kraftstoff aus den Tanks entstehen (EVAP), jetzt deutlich strenger. Und die Europäische Union hat im Dezember 2018 die CO2‑Grenzwerte abermals verschärft: Noch einmal um 37,5 Prozent soll der Ausstoß bei Pkw von 2021 bis 2030 sinken.

In Sachen Emissionssenkung ist Mercedes-Benz Cars in den letzten Jahrzehnten bereits wichtige Schritte gegangen:

In den vergangenen zwei Dekaden (1997-2017) hat das Unternehmen die durchschnittlichen CO2-Emissionen seiner Mercedes-Benz Cars Neuwagenflotte in der EU nahezu halbiert – diese sind um mehr als 45 Prozent auf 125 g CO2/km (2017) gesunken.

Nach aktuellen Berechnungen lag der Wert im abgelaufenen Jahr 2018 für MBC bei 132 g CO2/km, einschließlich der nach M1 als Pkw zugelassenen Transporter bei 134 g CO2/km [1]. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die verschärften Rahmenbedingungen durch die Umstellung auf das Verfahren WLTP seit September 2017 zurückzuführen. Gleichzeitig trugen die Verschiebung des Absatzes weg vom Diesel hin zum Benziner sowie der weiter steigende Absatz von größeren SUVs und Allradfahrzeugen zur Erhöhung des CO2-Flottenwerts bei.

Für 2019 rechnet Daimler trotz weiterer Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung nur mit einem geringfügig niedrigeren CO2-Flottenwert.

2020 wird aufgrund des geplanten Hochlaufs an Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen eine deutliche Verringerung des CO2-Flottenwerts erwartet.

Somit ist es weiterhin das Ziel, die anspruchsvollen gesetzlichen CO2-Vorgaben zu erfüllen. Das gilt insbesondere auch für die kurzfristig zu erreichenden EU-Grenzwerte für die Jahre 2020/2021.
Dennoch ist diese Zielerreichung nicht nur eine Frage der technologischen Möglichkeiten oder eines breiten Fahrzeug-Portfolios, das Daimler heute schon bietet. Die tatsächliche Kaufentscheidung der Kunden, die unter anderem von Nutzungsgewohnheiten, markt­spezifischen Rahmenbedingungen und einer funktionierenden Infrastruktur abhängt, ist ein ebenso zentraler Parameter.

Heute sind bereits über 90 Prozent des gesamten Produktportfolios von Mercedes-Benz Cars nach Euro 6d-TEMP sowie erste Modelle nach Euro 6d zertifiziert.

Hightech-Verbrennungsmotoren

Als einer der ersten Motoren überhaupt erfüllt der Zweiliter-Diesel (OM 654q) im B 200 d/B 220 d[2] (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5-4,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 119-112 g/km)[3] die erst ab 1.1.2020 für Neutypen vorgeschriebene Euro 6d-Norm (eine Erweiterung der 6d-TEMP-Norm). Und der neue GLE mit dem Sechszylinder-Diesel OM 656 (GLE 350 d 4MATIC/GLE 400 d 4MATIC: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,5-7,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 199-184 g/km)3 ist als erster SUV seiner Klasse nach Euro 6d inklusive RDE Stufe 2 zertifiziert worden.

Die 2016 eingeführte modulare Hightech-Motorenfamilie „FAME“ (von engl.: Family of Modular Engines) von Mercedes-Benz spielt in der Roadmap für nachhaltige Mobilität eine entscheidende Rolle. Nach dem im Frühjahr 2016 gestarteten neuen Diesel-Vierzylinder (OM 654) wurden bis Ende 2018 weitere drei Mitglieder der völlig neuen Motorenfamilie mit einer ständig wachsenden Zahl von Varianten in den Markt eingeführt: Reihensechszylinder als Diesel- (OM 656) und Ottomotor (M 256) sowie der für Quereinbau ausgelegte Vierzylinder-Diesel OM 654q.

Gleichzeitig erlebten richtungsweisende Technologien wie bspw. der Integrierte Starter-Generator (ISG), das 48-Volt-Bordnetz, der elektrische Zusatzverdichter (eZV), die CONICSHAPE Trompetenhonung der Zylinderlaufbahnen, der Ottopartikelfilter, die Kombination von Alugehäuse und Stahlkolben sowie die weiter entwickelte NANOSLIDE® Laufbahnbeschichtung, die 2.500 bar Dieseleinspritzung oder der zusätzliche Selective-Catalytic-Reduction-Katalysator (SCR) mit Ammoniak-Sperr-Kat (ASC) im Abgasstrang ihre Weltpremiere. Diese Innovationen sorgen beim Verbrennungsmotor für deutlich mehr Effizienz bei geringeren Emissionen.

Auch der Einsatz alternativer Kraftstoffe wird intensiv erforscht.

Alternative Antriebe

Plug-in-Hybride der 3. Generation können einen weiteren wichtigen Beitrag zu besserer Luftqualität in Städten sowie zur Verminderung von CO2-Emissionen leisten: Rund 50 km rein elektrische Reichweite beispielsweise für C-, E- und S-Klasse und 90 kW elektrische Motorleistung bringen Mercedes‑Benz Limousinen und T-Modelle lokal emissionsfrei durch jede Innenstadt. Als einziger Hersteller kombiniert Mercedes-Benz dabei in C- und E-Klasse auch den Dieselmotor mit der Plug-in-Technologie. Bis Ende 2019 wird das Angebot mehr als zehn Modellvarianten an Plug-in-Hybriden mit Benzin- oder Dieselmotor quer durch alle Segmente umfassen. Ziel ist es, den Kunden im Jahr 2020 dann bereits weit mehr als 20 Modellvarianten anbieten zu können.

Der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2‑Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)[4], das erste rein batterieelektrische Mercedes‑p p p Benz Modell der Marke EQ, kommt 2019 auf den Markt. Der EQC ist der Vorbote einer ganzen Reihe von neuen EQ Modellen.

Der GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch gewichtet: 13,7 kWh/100 km, vorläufige Angaben)[5], ein langstrecken­taugliches, rein elektrisches Fahrzeug, das Wasserstoff und Strom „tanken“ kann, wurde im Herbst 2018 an erste Kunden übergeben.

Die nächsten Schritte zum Erreichen der CO2-Ziele: Konsequente Elektrifizierung

Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Cars Portfolio elektrifiziert werden. In jedem Segment wird das Unternehmen verschiedene elektrifizierte Varianten anbieten – vom smart bis zum großen SUV, angefangen von 48-Volt-Modellen über eine breite Auswahl an Plug-in-Hybriden bis hin zu rein elektrischen Fahrzeugen mit Batterie und/oder Brennstoffzelle.
Dafür investiert Daimler mehr als zehn Milliarden Euro in die neue EQ Produktfamilie.

Daimler geht davon aus, dass bis 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz Cars zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird – abhängig von den individuellen Kundenpräferenzen und dem Aufbau öffentlicher Infrastruktur. Dafür plant das Unternehmen mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. Rechnet man die Plug-in-Hybrid-Modelle dazu, könnte der Anteil der xEVs (Fahrzeuge, die einen elektrischen Traktionsmotor haben und extern geladen werden können) in Europa nach aktueller Planung bei deutlich über 40 Prozent liegen.

smart geht dabei in Sachen E-Mobilität aufs Ganze: Als erste Automobilmarke strebt smart den kompletten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an. Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, bis 2020 auch im restlichen Europa. Alle übrigen Märkte sollen kurz darauf folgen.

Nachhaltigkeit in Produktion und Einkauf

Neben der Investition in das neue EQ Produkt-Portfolio investiert Daimler mehr als eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars. Künftig wird der Batterie-Produktions­verbund aus neun Fabriken an sieben Standorten auf drei Kontinenten bestehen.

Mit umfangreichen Beauftragungen für Batteriezellen in Höhe von 20 Milliarden Euro bis ins Jahr 2030 setzt Daimler einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Elektrifizierung seiner künftigen Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ. So stellt das Unternehmen zusammen mit seinen Lieferpartnern die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbundes heute und künftig mit den jeweils neuesten Technologien sicher.

Mit dem Human Rights Respect System hat Daimler einen systematischen Ansatz zur Achtung der Menschenrechte für nachhaltige Lieferketten geschaffen. Voraussetzung für einen Liefervertrag ist die Zustimmung zur Offenlegung der gesamten Lieferkette.

Alle Mercedes-Benz Werke in Deutschland werden bis 2022 auf eine CO2-neutrale Energieversorgung beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft umgestellt.

WLTP-Zertifizierung

Als Teil der WLTP-Zertifizierung muss die Einhaltung der Grenzwerte in einem so genannten RDE-Straßentest (Real Driving Emissions) nachgewiesen werden. Hierfür werden die Entwicklungsfahrzeuge mit portabler Emissionsmesstechnik (PEMS = Portable Emission Measurement System) ausgestattet. Die Messkoffer sitzen auf der Anhängekupplung oder finden im Kofferraum Platz.

[1] NEFZ-Werte, auf Basis WLTP gemessen und mit Hilfe des Simulationstools CO2MPAS rückgerechnet

[2] Auch im A 200 d/A 220 d (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5-4,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 118-107 g/km)2

[3] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Weiterführende Informationen zu den angebotenen Fahrzeugen, inklusive der WLTP-Werte, finden Sie länderspezifisch auf www.mercedes-benz.com

[4] Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

[5] Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.Stuttgart. Nachhaltigkeit ist eines der Grundprinzipien der Unternehmensstrategie der Daimler AG und zugleich ein Maßstab für deren unternehmerischen Erfolg. Das Engagement betrifft nicht nur die Produkte, sondern den gesamten Wertschöpfungsprozess. Deshalb setzt sich das Unternehmen auch für Themen wie die Nachhaltigkeit der Lieferketten, Umweltschutz in den Werken oder den verantwortungsvollen Umgang mit Daten ein. Ein ganz zentraler Bestandteil ist und bleibt für Daimler der „Weg zum emissionsfreien Fahren“ und damit verbunden die konsequente Elektrifizierung der Fahrzeuge in der gesamten Flotte.

„Unser klares Ziel ist es, die Emissionen jedes Fahrzeugs von Mercedes-Benz Cars nachhaltig zu senken. Eine konkrete Maßnahme ist dabei die sukzessive Elektrifizierung des gesamten Portfolios”, sagt Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Damit werden wir auch in Zukunft unseren Kunden attraktive und individuelle Mobilitätsangebote machen und so den Anteil elektrischer Fahrzeuge an unserem Gesamtabsatz in den nächsten Jahren signifikant erhöhen.“

Dazu verfolgt das Unternehmen derzeit eine dreispurige Antriebsstrategie: Es setzt auf die Kombination aus hocheffizienten Hightech-Verbrennungs­motoren, zahlreichen Hybrid-Modellen und Elektroantrieben mit Batterie oder Brennstoffzelle. Das Ziel: Fahrzeuge zu bauen, die für Kunden attraktiv sind, und zugleich die ambitionierten und gesetzlich vorgegebenen Nachhaltigkeits­ziele zu erreichen.

Eine der Herausforderungen ist die weltweit unterschiedliche Emissionsgesetz­gebung, die auch unterschiedliche Testverfahren nach sich zieht. Aktuelles Beispiel in der Europäischen Union: das neue Testverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure).

Kaum ist das realitätsnähere WLTP-Testverfahren eingeführt, schon gibt es dort zu Jahresbeginn 2019 Neuerungen. Unter anderem ist das Messverfahren bei den Emissionen, die bei der Verdunstung von Kraftstoff aus den Tanks entstehen (EVAP), jetzt deutlich strenger. Und die Europäische Union hat im Dezember 2018 die CO2‑Grenzwerte abermals verschärft: Noch einmal um 37,5 Prozent soll der Ausstoß bei Pkw von 2021 bis 2030 sinken.

In Sachen Emissionssenkung ist Mercedes-Benz Cars in den letzten Jahrzehnten bereits wichtige Schritte gegangen:

In den vergangenen zwei Dekaden (1997-2017) hat das Unternehmen die durchschnittlichen CO2-Emissionen seiner Mercedes-Benz Cars Neuwagenflotte in der EU nahezu halbiert – diese sind um mehr als 45 Prozent auf 125 g CO2/km (2017) gesunken.
Nach aktuellen Berechnungen lag der Wert im abgelaufenen Jahr 2018 für MBC bei 132 g CO2/km, einschließlich der nach M1 als Pkw zugelassenen Transporter bei 134 g CO2/km [1]. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die verschärften Rahmenbedingungen durch die Umstellung auf das Verfahren WLTP seit September 2017 zurückzuführen. Gleichzeitig trugen die Verschiebung des Absatzes weg vom Diesel hin zum Benziner sowie der weiter steigende Absatz von größeren SUVs und Allradfahrzeugen zur Erhöhung des CO2-Flottenwerts bei.
Für 2019 rechnet Daimler trotz weiterer Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung nur mit einem geringfügig niedrigeren CO2-Flottenwert.
2020 wird aufgrund des geplanten Hochlaufs an Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen eine deutliche Verringerung des CO2-Flottenwerts erwartet.
Somit ist es weiterhin das Ziel, die anspruchsvollen gesetzlichen CO2-Vorgaben zu erfüllen. Das gilt insbesondere auch für die kurzfristig zu erreichenden EU-Grenzwerte für die Jahre 2020/2021.
Dennoch ist diese Zielerreichung nicht nur eine Frage der technologischen Möglichkeiten oder eines breiten Fahrzeug-Portfolios, das Daimler heute schon bietet. Die tatsächliche Kaufentscheidung der Kunden, die unter anderem von Nutzungsgewohnheiten, markt­spezifischen Rahmenbedingungen und einer funktionierenden Infrastruktur abhängt, ist ein ebenso zentraler Parameter.
Heute sind bereits über 90 Prozent des gesamten Produktportfolios von Mercedes-Benz Cars nach Euro 6d-TEMP sowie erste Modelle nach Euro 6d zertifiziert.

Hightech-Verbrennungsmotoren

Als einer der ersten Motoren überhaupt erfüllt der Zweiliter-Diesel (OM 654q) im B 200 d/B 220 d[2] (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5-4,2 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 119-112 g/km)[3] die erst ab 1.1.2020 für Neutypen vorgeschriebene Euro 6d-Norm (eine Erweiterung der 6d-TEMP-Norm). Und der neue GLE mit dem Sechszylinder-Diesel OM 656 (GLE 350 d 4MATIC/GLE 400 d 4MATIC: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,5-7,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 199-184 g/km)3 ist als erster SUV seiner Klasse nach Euro 6d inklusive RDE Stufe 2 zertifiziert worden.
Die 2016 eingeführte modulare Hightech-Motorenfamilie „FAME“ (von engl.: Family of Modular Engines) von Mercedes-Benz spielt in der Roadmap für nachhaltige Mobilität eine entscheidende Rolle. Nach dem im Frühjahr 2016 gestarteten neuen Diesel-Vierzylinder (OM 654) wurden bis Ende 2018 weitere drei Mitglieder der völlig neuen Motorenfamilie mit einer ständig wachsenden Zahl von Varianten in den Markt eingeführt: Reihensechszylinder als Diesel- (OM 656) und Ottomotor (M 256) sowie der für Quereinbau ausgelegte Vierzylinder-Diesel OM 654q.
Gleichzeitig erlebten richtungsweisende Technologien wie bspw. der Integrierte Starter-Generator (ISG), das 48-Volt-Bordnetz, der elektrische Zusatzverdichter (eZV), die CONICSHAPE Trompetenhonung der Zylinderlaufbahnen, der Ottopartikelfilter, die Kombination von Alugehäuse und Stahlkolben sowie die weiter entwickelte NANOSLIDE® Laufbahnbeschichtung, die 2.500 bar Dieseleinspritzung oder der zusätzliche Selective-Catalytic-Reduction-Katalysator (SCR) mit Ammoniak-Sperr-Kat (ASC) im Abgasstrang ihre Weltpremiere. Diese Innovationen sorgen beim Verbrennungsmotor für deutlich mehr Effizienz bei geringeren Emissionen.
Auch der Einsatz alternativer Kraftstoffe wird intensiv erforscht.

Alternative Antriebe

Plug-in-Hybride der 3. Generation können einen weiteren wichtigen Beitrag zu besserer Luftqualität in Städten sowie zur Verminderung von CO2-Emissionen leisten: Rund 50 km rein elektrische Reichweite beispielsweise für C-, E- und S-Klasse und 90 kW elektrische Motorleistung bringen Mercedes‑Benz Limousinen und T-Modelle lokal emissionsfrei durch jede Innenstadt. Als einziger Hersteller kombiniert Mercedes-Benz dabei in C- und E-Klasse auch den Dieselmotor mit der Plug-in-Technologie. Bis Ende 2019 wird das Angebot mehr als zehn Modellvarianten an Plug-in-Hybriden mit Benzin- oder Dieselmotor quer durch alle Segmente umfassen. Ziel ist es, den Kunden im Jahr 2020 dann bereits weit mehr als 20 Modellvarianten anbieten zu können.
Der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2‑Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)[4], das erste rein batterieelektrische Mercedes‑p p p Benz Modell der Marke EQ, kommt 2019 auf den Markt. Der EQC ist der Vorbote einer ganzen Reihe von neuen EQ Modellen.
Der GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch gewichtet: 13,7 kWh/100 km, vorläufige Angaben)[5], ein langstrecken­taugliches, rein elektrisches Fahrzeug, das Wasserstoff und Strom „tanken“ kann, wurde im Herbst 2018 an erste Kunden übergeben.

Die nächsten Schritte zum Erreichen der CO2-Ziele: Konsequente Elektrifizierung

Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Cars Portfolio elektrifiziert werden. In jedem Segment wird das Unternehmen verschiedene elektrifizierte Varianten anbieten – vom smart bis zum großen SUV, angefangen von 48-Volt-Modellen über eine breite Auswahl an Plug-in-Hybriden bis hin zu rein elektrischen Fahrzeugen mit Batterie und/oder Brennstoffzelle.
Dafür investiert Daimler mehr als zehn Milliarden Euro in die neue EQ Produktfamilie.
Daimler geht davon aus, dass bis 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz Cars zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird – abhängig von den individuellen Kundenpräferenzen und dem Aufbau öffentlicher Infrastruktur. Dafür plant das Unternehmen mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen – in allen Segmenten, vom smart bis zum großen SUV. Rechnet man die Plug-in-Hybrid-Modelle dazu, könnte der Anteil der xEVs (Fahrzeuge, die einen elektrischen Traktionsmotor haben und extern geladen werden können) in Europa nach aktueller Planung bei deutlich über 40 Prozent liegen.
smart geht dabei in Sachen E-Mobilität aufs Ganze: Als erste Automobilmarke strebt smart den kompletten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an. Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, bis 2020 auch im restlichen Europa. Alle übrigen Märkte sollen kurz darauf folgen.

Nachhaltigkeit in Produktion und Einkauf

Neben der Investition in das neue EQ Produkt-Portfolio investiert Daimler mehr als eine Milliarde Euro in einen globalen Batterie-Produktionsverbund innerhalb des weltweiten Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars. Künftig wird der Batterie-Produktions­verbund aus neun Fabriken an sieben Standorten auf drei Kontinenten bestehen.
Mit umfangreichen Beauftragungen für Batteriezellen in Höhe von 20 Milliarden Euro bis ins Jahr 2030 setzt Daimler einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Elektrifizierung seiner künftigen Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ. So stellt das Unternehmen zusammen mit seinen Lieferpartnern die Versorgung des globalen Batterie-Produktionsverbundes heute und künftig mit den jeweils neuesten Technologien sicher.
Mit dem Human Rights Respect System hat Daimler einen systematischen Ansatz zur Achtung der Menschenrechte für nachhaltige Lieferketten geschaffen. Voraussetzung für einen Liefervertrag ist die Zustimmung zur Offenlegung der gesamten Lieferkette.
Alle Mercedes-Benz Werke in Deutschland werden bis 2022 auf eine CO2-neutrale Energieversorgung beispielsweise aus Wind- und Wasserkraft umgestellt.

[1] NEFZ-Werte, auf Basis WLTP gemessen und mit Hilfe des Simulationstools CO2MPAS rückgerechnet

[2] Auch im A 200 d/A 220 d (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5-4,0 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 118-107 g/km)2

[3] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Es handelt sich um die NEFZ-CO2-Werte i.S.v. Art. 2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Weiterführende Informationen zu den angebotenen Fahrzeugen, inklusive der WLTP-Werte, finden Sie länderspezifisch auf www.mercedes-benz.com

[4] Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

[5] Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.