Audi startet Umweltprogramm „Mission:Zero“

22.5.2020. Die Vereinten Nationen haben das laufende Jahrzehnt als „UN-Dekade der biologischen Vielfalt“ deklariert, um auf das weltweite Artensterben aufmerksam zu machen und Maßnahmen zu seiner Eindämmung zu fördern. Audi leistet dazu einen Beitrag und setzt an allen Standorten Biodiversitätsprojekte um.

Als Mitglied der Initiative ‚Biodiversity in Good Company‘ engagiert sich das Unternehmen für den Erhalt biologischer Vielfalt und bündelt alle Aktivitäten, die dazu beitragen, im Umweltprogramm Mission:Zero.

Audi adressiert in seinem Umweltprogramm Mission:Zero vier Handlungsfelder: Dekarbonisierung mit klarem Fokus auf eine nachhaltige Produktion, sparsame Wassernutzung, Ressourceneffizienz sowie Erhaltung der Biodiversität. Das Unternehmen bündelt in jedem Handlungsfeld zahlreiche Maßnahmen mit dem Ziel, seine Produktion möglichst umweltschonend und CO2-neutral zu gestalten. Leuchtturmprojekt für das Handlungsfeld Biodiversität sind die naturnah gestalteten Freiflächen der Audi-Fertigung in Münchsmünster.

Der Komplex nahe Ingolstadt bietet dank gezielter ökologischer Gestaltung besonders wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auf dem Fertigungsgelände in Münchsmünster hat Audi 17 Hektar zu naturnahen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen umgewandelt. Bisher haben sich dort mehr als 110 Pflanzenarten entwickelt und rund 90 Wildbienenarten angesiedelt.

Das Projekt in Münchsmünster hat 2019 die staatliche Auszeichnung „Blühender Betrieb“ erhalten. Sie ist Teil des Blühpaktes Bayern, mit dem das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Unternehmen animieren will, ihre Flächen blüh- und insektenfreundlich zu gestalten. Für diese Auszeichnung gilt es, strenge Kriterien zur Förderung der Flora und Fauna auf einem Firmengelände zu erfüllen: So müssen etwa mindestens 20 Prozent der Freiflächen naturnahe Blühbereiche sein.

Chemische Pflanzenschutzmittel und torfhaltige Substrate dürfen nicht verwendet werden. Solche Projekte sind Maßstab für ähnliche Anstrengungen an allen anderen Audi-Standorten weltweit. Dazu zählen etwa begrünte Dachflächen am Standort Ingolstadt, Blühwiesen am Standort Neckarsulm, Fassadenbegrünung und Bienenvölker am Standort Brüssel, ein Grüngürtel um das Werk San Jose Chiapa (Mexiko) mit einer standortnahen Aufforstung von 100.000 Bäumen, Module wie Sandhaufen, Insektenhotels, ein Feuchtbiotop und ein Totholzbereich am Standort Neuburg sowie eine regionaltypische pannonische Steppe auf dem Gelände des Standortes in Győr (Ungarn).

Das Biodiversitätsprojekt in Münchsmünster ist ein zentrales Projekt von Audi im Rahmen der bundesweiten Initiative ‚Biodiversity in Good Company‘, der das Unternehmen 2015 beigetreten ist. In der Initiative haben sich Unternehmen zahlreicher Branchen zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der weltweiten Biodiversität zu engagieren.

„Wir feiern 2020 unsere fünfjährige Mitgliedschaft in der ‚Biodiversity in Good Company‘ Initiative und wollen mit unseren Standortprojekten zeigen, dass wir Naturschutz ernst nehmen“, sagt Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz. „Die naturnah gestalteten Flächen sind ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Unternehmensführung: Ökologisch sind sie besonders wertvoll und meist auch kostengünstiger im Unterhalt als Standardgrünflächen mit hohem Pflegeaufwand. Zudem erfahren Mitarbeiter besondere Aufenthaltsqualität und Erholung in den Pausen.“

Auch über die Unternehmensgrenzen hinweg setzt sich Audi für die Erhaltung biologischer Vielfalt ein. Bereits 2008 startete das Forschungsprojekt Eichenwald mit rund 36.000 Stieleichen im Köschinger Forst nahe Ingolstadt. Inzwischen umfasst das Projekt mehr als 100.000 Bäume in verschiedenen Arealen in der Umgebung der Audi-Standorte Ingolstadt, Neckarsulm, Győr, Brüssel und San José Chiapa.

Die 2009 gegründete Audi Stiftung für Umwelt hat die langfristige wissenschaftliche Begleitung dieses Projektes übernommen. Unter der Leitung des Lehrstuhls für Waldwachstumskunde der Technischen Universität München werden unter anderem die Wechselwirkungen zwischen Bestandsdichte, biologischer Vielfalt und CO2-Bindungspotenzial untersucht. Das Eichenwaldprojekt ist eines von vielen Umweltprojekten der Audi Stiftung für Umwelt, die auf die Erhaltung der Artenvielfalt abzielen.