Audi im November 2018: Auslieferungen infolge Sondersituation weiter unter Vorjahr

11.12.2018. Im November sanken die weltweiten Auslieferungen der Vier Ringe im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent auf rund 132.650 Automobile.

In Europa beeinflussen weiterhin Sondereffekte durch die Umstellung auf den WLTP-Prüfzyklus die Verkäufe ebenso wie das anspruchsvolle An- und Auslaufszenario im Rahmen der Audi-Modelloffensive. Daher übergab das Unternehmen dort im vergangenen Monat 33,9 Prozent weniger als im Vergleichsmonat. Auch in Nordamerika lieferten die Ingolstädter aufgrund bevorstehender Modellwechsel 9,1 Prozent weniger aus. Dagegen legte China weiter Zuwächse vor (+2,7%). Global reduzierten sich die kumulierten Auslieferungen seit Januar gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 2,4 Prozent auf rund 1.657.950 Einheiten.

„Wir durchlaufen eine sehr herausfordernde Phase für unser Unternehmen, die das operative Geschäft belastet“, sagte Bram Schot, kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG und Vorstand für Vertrieb und Marketing. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Homologation unserer Motor-Getriebe-Varianten und haben nun schon ein dreistelliges Verkaufsangebot, welches gut von unseren Kunden angenommen wird. Gleichzeitig stellen wir mit unserer Modelloffensive wichtige Weichen für die Zukunft.“

In China erreichte das Unternehmen eine neue Bestmarke. Das aktuelle Modellprogramm der Marke verzeichnete dort im November 57.721 Verkäufe und übertraf den Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Mitte des Monats feierten die Ingolstädter ihr 30-jähriges Bestehen mit dem lokalen Partner First Automotive Works (FAW) und stellten gemeinsame Zukunftspläne vor: Bis 2022 will Audi sein lokales Portfolio auf mehr als zehn Modelle erhöhen. Bereits 2019 startet dazu mit dem Audi Q2 L e-tron das erste Elektroauto der Marke exklusiv für den chinesischen Markt.

Das ebenfalls speziell für China entwickelte Modell A4 L verbuchte im November ein deutliches Plus (+20,3% auf 13.842 Autos). Den A4 L hat Audi in China im Jahresverlauf bereits mehr als 148.000-mal an Kunden übergeben. Insgesamt entschieden sich im Reich der Mitte im Zeitraum Januar bis November 597.451 Kunden für ein Modell der Vier Ringe (+13,0%) – ein neuer Rekordwert.

In Europa hält die herausfordernde Verkaufssituation durch die WLTP-Umstellung und die laufenden Modellwechsel weiter an. Im vergangenen Monat lieferte Audi auf dem Heimatkontinent daher mit rund 43.850 Einheiten 33,9 Prozent weniger aus als im Vorjahr. In Deutschland übergab das Unternehmen im November 15.706 Automobile, ein Rückgang von 27,0 Prozent. Auch in den kommenden Monaten wird dieser angespannte Zustand weiter andauern. So rechnet die AUDI AG weiterhin mit schwankenden Verkaufszahlen. Für das Gesamtjahr 2018 geht das Unternehmen davon aus, bei den weltweiten Auslieferungen das Vorjahresniveau nahezu zu erreichen.

In den USA weist die Verkaufsbilanz 17.082 Automobile und damit einen Rückgang von 11,0 Prozent aus. Aktuell findet der Modellwechsel bei den Oberklassemodellen A6, A7 und A8 statt. Der auf dem US-Markt besonders beliebte SUV Audi Q5 toppte im November seinen Referenzwert aus dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 5.889 Autos. Auch das jüngste Modell der Q‑Familie, den neuen Audi Q8, nehmen die Kunden nach dem US-Start sehr gut an: Bereits rund 1.000 Einheiten des Oberklasse-SUVs hat der Premiumhersteller bisher übergeben. Insgesamt lieferte das Unternehmen seit Jahresbeginn auf dem US-Markt 200.558 Automobile (+0,5%) an Kunden aus und liegt damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

In Kanada verzeichneten die Vier Ringe im vergangenen Monat eine steigende Nachfrage: 3.273 Automobile stehen für ein Verkaufsplus von 11,8 Prozent. Im Jahresverlauf bleibt Audi Canada weiter auf Erfolgskurs (+4,2%). In Nordamerika insgesamt schloss das Unternehmen den vergangenen Monat mit einem Minus von 9,1 Prozent ab; kumuliert legte die Region seit Januar um 1,1 Prozent auf rund 249.200 Kunden zu.

Audi R8 Coupé

Audi R8 Coupé (Foto: Audi AG)