ADAC Lichttest 2018

22.11.2018. Im Rahmen des bundesweiten Lichttests zur Verbesserung der Verkehrssicherheit hat der ADAC die Beleuchtungsanlagen von mehr als 1.880 Fahrzeugen geprüft, davon rund 960 auf zugelassenen Messplätzen nach HU-Prüfrichtlinie.

Das Ergebnis: Obwohl rund die Hälfte aller Autos mittlerweile über ein eigenes Lichtdiagnosesystem verfügt, hat jeder zweite Pkw immer noch Mängel bei der Beleuchtung und jeder fünfte ist sogar mit defekter Beleuchtung unterwegs.

Die Ausfallquote bei den Scheinwerfern vorne betrug beim ADAC Lichttest mehr als sieben Prozent. Besonders defektanfällig waren beim Frontlicht Halogenleuchten, während LED- und Xenonleuchten sehr selten ausfielen. Bei den Rückleuchten wie Bremslicht und Nebelschlussleuchte stellten die Prüfer sogar eine Ausfallquote von zwölf Prozent fest.

Auch die Einstellung des Abblendlichts wird bei vielen Fahrzeugen immer noch vernachlässigt. Jeder vierte Scheinwerfer wurde von den Prüfern bemängelt. Sind die Scheinwerfer zu tief eingestellt, wirkt sich das negativ auf die Sicht des Fahrers aus. Strahlen sie zu weit nach oben, blenden sie den entgegenkommenden Verkehr. Beides kann schnell zu kritischen Verkehrssituationen führen.

Der ADAC empfiehlt für eine sichere Fahrt durch die dunkle Jahreszeit:

Die Beleuchtung regelmäßig auf Schäden überprüfen. Ob alles funktioniert, kann man vor Fahrtantritt gut selbst an einer Garagen- oder Hauswand testen. Defekte Lampen sollten umgehend erneuert werden.

Ist das Auto schwer beladen, zum Beispiel auf dem Weg in den Urlaub, muss die Leuchtweiteneinstellung entsprechend angepasst werden, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Wenn das Abblendlicht maximal zwei Leitpfosten weit die Fahrbahn voraus gut ausleuchtet (rund 100 Meter), ist es richtig eingestellt.

Qualitätslampen mit UN-ECE-Prüfzeichen. Diese garantieren längere Haltbarkeit bei hoher Lichtausbeute.

Da LED-Leuchten weniger defektanfällig sind, sollten laut ADAC langfristig besonders Halogenleuchten durch LED-Retrofits ersetzt werden. Allerdings sind diese in Europa momentan noch nicht zugelassen.

Weitere Informationen zum Test gibt es unter www.adac.de.