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Fabian Vettel über Höhen und Tiefen in der ADAC GT Masters-Debütsaison

23.10.2019 München. Er war der prominenteste Newcomer im ADAC GT Masters 2019: Fabian Vettel (20/Heppenheim, Mann-Filter Team HTP), jüngerer Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel (31/Heppenheim) trat im Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit Philip Ellis (26/GB) an.

Die erste Saison im ADAC GT Masters hat Vettel auf Anhieb überzeugt: „Es ist eine megaenge und -professionelle Serie. Wenn man sich dort beweisen kann, kann man sich überall im GT3-Sport behaupten.“

Ohne wirkliche Karterfahrung und nach nur zwei Saisons in Markenpokalen bestritt Fabian Vettel seine erste Saison im GT3-Sportwagen. Vettel und Ellis erlebten eine Saison mit Höhen und Tiefen. Highlight war ganz klar der dritte Rang im Sonntagsrennen in Zandvoort, in Most sprang zudem ein zweiter Platz in der Pirelli-Junior-Wertung heraus.

Sportlich fällt das Fazit von Vettel zweigeteilt aus. „Ich ziehe ein durchwachsenes Fazit. Anfangs hatten wir viel Pech und sind nicht in Fahrt gekommen. Ich habe mich selbst schwergetan, meinen Rhythmus zu finden, vor allem was das Qualifying angeht. Da muss man vorne stehen, sonst macht man im Rennen auch keinen Stich mehr – vor allem auf Strecken, wo man nicht gut überholen kann.“

Vor allem das Reifenmanagement war für Vettel anfangs eine Herausforderung: „Es ist nicht einfach, den Peak der Reifen zu spüren und dann das Maximale herauszuholen. Das war für mich etwas ganz Neues. Denn in einem GT3-Auto hat man nur eine oder maximal zwei schnelle Runden, in denen man es auf den Punkt bringen muss. Oft ist die zweite auch gar nicht mehr so schnell, da die Reifen dann schon etwas abgebaut haben. Wir haben während der Saison viele Sachen ausprobiert, und ich habe dabei viel gelernt.“

Tiefpunkt war für den Heppenheimer ausgerechnet sein Heimspiel in Hockenheim: „Wir hatten dort hohe Erwartungen und rechneten uns einiges aus. Doch dann war das Wochenende nach der Kollision im ersten Rennen schon am Samstag beendet. Das Auto konnte für den Sonntag nicht mehr repariert werden. Wir hatten aber auch gute Momente. Zandvoort mit Gesamtplatz drei war nicht schlecht. Wir haben immer wieder gesehen, dass wir es können. Manchmal haben wir uns aber schwergetan. Ich denke aber, das gehört im ersten Jahr im GT3-Sport dazu. Ich konnte sehr viel lernen, vor allem durch die schlechten Momente. Jetzt muss ich es in den nächsten Jahren besser machen.“

Seine Erfahrung aus diesem Jahr will er 2020 nutzen: „Mein Ziel ist es, weiterhin den Mercedes-AMG GT3 zu fahren. Ich habe erst vor drei Jahren mit Motorsport angefangen und bisher jedes Jahr etwas anderes gemacht. Deswegen hoffe ich auf Kontinuität, um dann das Maximum herausholen zu können. Ich mache auf jeden Fall im GT3-Sport weiter und würde mich freuen, wenn ich dort bleiben kann, wo ich jetzt bin. Aber mal sehen. Bei der endgültigen Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle.“

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