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„Ko-HAF“-Forschungsergebnisse im Opel Test Center Rodgau-Dudenhofen vorgestellt

26.9.2018 Rüsselsheim. Wie schaffen wir eine Verkehrswelt mit weniger Unfällen? Und gleichzeitig mit Fahrern, die lesen, schreiben oder einfach ruhen können, statt ständig auf den Verkehr und aufs Auto achten zu müssen? Einen Ausblick darauf hat Opel jetzt gezeigt.

Das Unternehmen unterstützt das im Juni 2015 gestartete deutsche Forschungsprojekt Ko-HAF – „Kooperatives hochautomatisiertes Fahren“. Im Opel Test Center in Rodgau-Dudenhofen wurden nun die Ergebnisse präsentiert. Dabei zeigten die Aktionen und Reaktionen eines zum Technologieträger aufgerüsteten Opel Insignia, was kooperatives hochautomatisiertes Fahren bedeutet.

Dank kooperativer hochautomatisierter Systeme muss der Fahrer nicht ständig selbst aktiv sein. So kann er sich anderen Aufgaben als dem Fahren widmen – bis er bei einer kritischen Situation aufgefordert wird, innerhalb eines definierten Zeitrahmens wieder die volle Kontrolle über den Wagen zu übernehmen. Dafür muss sich das Auto „vorausschauender“ bewegen als dies mit den fahrzeugeigenen Sensoren allein möglich ist.

Hier setzt Ko-HAF an: Fahrzeuge senden ihre gewonnenen Informationen zu Baustellen, Staus und Unfällen an den sogenannten Sicherheits-Server. Dort werden diese gesammelt und verarbeitet, sodass dem Verkehrsteilnehmer bei Bedarf eine hochdetaillierte aktuelle Karte zur Verfügung steht, die wie ein künstlicher Horizont die vorausliegende Strecke abbildet.

Opel kümmerte sich im Rahmen von Ko-HAF um die Entwicklung der digitalen Karten sowie um die Kommunikation zwischen Server und Auto; speziell um die Phase des Kontrollübergangs zum Fahrer. Die Rüsselsheimer Ingenieure erstellten die Server-Architektur, definierten die Schnittstellen und sorgten dafür, dass Daten verwertbar in beide Richtungen fließen.

Eine weitere wichtige Aufgabe war die Entwicklung der Fahrzeug-Eigenlokalisierung. Opel entwickelte Algorithmen, die den jeweils aktuellen Aufenthaltsort auf Navigationskarten sichtbar machen. Diese Daten werden mit Informationen vom Server sowie von weiteren Karten, fahrzeugeigenen Sensoren und dem Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) synchronisiert. Die Lokalisierungstechnik wurde bei Prüffahrten mit dem Opel Insignia im Opel Test Center und auf Autobahnen rund um Frankfurt am Main, die als Ko-HAF-Teststrecken dienten, validiert.

Den Fokus richtete Opel darüber hinaus auf das Verhalten des Fahrers während der automatisierten Phasen. Um zu erkennen und einzuordnen, wie der Fahrzeugführer diese Zeit nutzt, entwickelten die Ingenieure ein Analyseprogramm auf der Basis spezieller Sensoren.

ko-HAF

ko-HAF (Foto: Opel Automobile GmbH)

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